13281 shaares
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Für Anbieter, die Kunden identifizieren müssen oder wollen, gibt es gängige Wege, die deutlich weniger Risiko erzeugen:
- Online-Ausweisfunktion (eID) statt Foto oder Scan: Es werden nur die Daten übertragen, die das Berechtigungszertifikat des Anbieters erlaubt.
- Video-Ident oder Prüfung vor Ort, danach nur ein Vermerk („Identität am … anhand Personalausweis geprüft durch …“) statt einer gespeicherten Kopie, sofern keine Aufbewahrungspflicht besteht.
- Wenn es doch eine Kopie sein muss: verschlüsseltes Upload-Portal statt E-Mail-Anhang, klar begrenzter Zugriff, dokumentierte Löschfrist.
- Transparenz: Rechtsgrundlage, Zweck, Speicherort und Löschzeitpunkt vorab nennen. Das ist nicht nur Pflicht, sondern schafft Vertrauen.
Was ich dir rate, wenn jemand deine Ausweiskopie will
- Nachfragen: Wofür genau, auf welcher Rechtsgrundlage, wie lange wird gespeichert, wer hat Zugriff?
- Alternativen anbieten: eID, Video-Ident, Vorzeigen vor Ort.
- Schwärzen, was nicht gebraucht wird, mindestens Zugangsnummer (CAN) und Seriennummer, sofern keine gesetzliche Pflicht zur vollständigen Kopie besteht.
- Kennzeichnen: Gut sichtbar „Kopie“, Zweck, Empfänger und Datum auf das Bild schreiben. Das erschwert die Wiederverwendung.
- Nicht per unverschlüsselter E-Mail versenden. Wenn der Anbieter kein sicheres Verfahren hat, ist das ein Warnsignal.
- Im Zweifel ablehnen und bei Bedarf die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde einschalten.